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Online-Shop-Gründungskosten: Planer mit Break-even

Werkzeug · läuft im Browser, nichts wird gespeichert · Stand 13.10.2026

Was kostet es, einen Online-Shop zu eröffnen, und wie viele Bestellungen brauchst du im Monat, damit er sich trägt? Der Planer trennt einmalige Startkosten, laufende Fixkosten und Kosten je Bestellung und rechnet daraus Startkapital, Deckungsbeitrag und Break-even.

Alle Vorgaben sind Beispielwerte, keine Marktpreise. Trag die Angebote ein, die dir tatsächlich vorliegen. Feste Größen mit amtlicher Quelle sind die Gebühr für eine Markenanmeldung beim DPMA und die Umsatzgrenzen für Kleinunternehmer.

Gründungskosten-Planer

Die Gebühr legt deine Gemeinde fest.
Verpackungsmaterial, Technik, Beratung.
Domain, Versicherung, Systembeteiligung für Verpackungen.
Anteil, der nach dem Wareneinsatz bleibt.
Was du selbst zahlst, abzüglich Versandkostenanteil der Kunden.
Rückporto, Prüfung, Wiedereinlagerung.
64Bestellungen pro Monat bis Break-even
6.013 €Startkapital inkl. 3 Monate Puffer
594 €Fixkosten pro Monat
9,30 €Deckungsbeitrag je Bestellung
64 Bestellungen pro Monat bis zum Break-even. Rund 2,1 Bestellungen am Tag decken deine Fixkosten. Dein Unternehmerlohn kommt noch dazu.

Rechenweg

  1. Einmalige Kosten: 4.230 € (Gewerbe, Marke, Design, Ware, Fotos, Sonstiges).
  2. Fixkosten pro Monat: 594,17 € (inklusive 29,17 € anteilige Jahreskosten).
  3. Bestellwert 55,00 € brutto = 46,22 € netto (19 % USt), Rohertrag 45 % = 20,80 €.
  4. Abzüglich Zahlungsgebühr 1,18 €, Versand 5,50 €, Verpackung 0,80 €.
  5. Retouren 15 %: entgangener Rohertrag 3,12 € plus 0,90 € Retourenkosten je Bestellung im Schnitt.
  6. Deckungsbeitrag je Bestellung: 9,30 €.
  7. Break-even: 594,17 € ÷ 9,30 € = 64 Bestellungen pro Monat (3.520 € Umsatz brutto).
  8. Startkapital mit drei Monaten Fixkosten als Puffer: 6.013 €.

Szenarien im Vergleich

RetourenquoteDeckungsbeitrag je BestellungBestellungen pro Monat
5 %11,98 €50
15 %9,30 €64
30 %5,28 €113
50 %-0,08 €kein Break-even
Für Shop-Betreiber · kostenlos

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Was zur Gründung gehört

Für einen Online-Shop meldest du in Deutschland ein Gewerbe an, die Gebühr legt die Gemeinde fest. Vor dem ersten Versand musst du dich im Verpackungsregister LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren und deine Verkaufs- und Versandverpackungen an einem dualen System beteiligen. Seit dem 12. August 2026 regeln das §§ 6 und 7 VerpackDG, das die EU-Verpackungsverordnung durchführt und das Verpackungsgesetz abgelöst hat. Die Systembeteiligung kostet je nach Menge und Material.

Dazu kommen Pflichtangaben im Shop: Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und die Bestellschaltfläche nach § 312j BGB. Seit dem 19. Juni 2026 brauchst du außerdem eine elektronische Widerrufsfunktion nach § 356a BGB.

Deckungsbeitrag je Bestellung

Von jedem Bestellwert gehen zuerst die Umsatzsteuer und der Wareneinsatz ab. Vom Rohertrag bezahlst du Zahlungsgebühren, Versand und Verpackung. Retouren kosten doppelt: Der Rohertrag der Bestellung entfällt, und Rückporto und Bearbeitung kommen hinzu. Was übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag, aus dem die Fixkosten bezahlt werden.

Der Break-even zeigt, wie viele Bestellungen du im Monat brauchst, damit alle Fixkosten gedeckt sind. Dein eigener Lebensunterhalt ist darin noch nicht enthalten, trag ihn bei Bedarf unter Marketing oder Sonstiges ein.

Kleinunternehmerregelung

Seit 2025 bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, wenn dein Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet. Dann weist du keine Umsatzsteuer aus, kannst aber auch keine Vorsteuer abziehen. Der Rechner berücksichtigt das bei der Umrechnung von brutto auf netto.

Beispiele

Kleiner Fachshop mit 55 € Bestellwert

Bestellungen pro Monat bis Break-even: 64

Modeshop mit 35 % Retouren

Bestellungen pro Monat bis Break-even: 163

Nebenberuflicher Shop als Kleinunternehmer

Bestellungen pro Monat bis Break-even: 15

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Online-Shop zu eröffnen?

Das hängt vor allem von Warenbestand, Design und Marketing ab. Fixe amtliche Kosten sind gering: die Gewerbeanmeldung nach Gebührensatz der Gemeinde und, falls gewünscht, die Markenanmeldung beim DPMA ab 290 Euro.

Wie viele Bestellungen brauche ich für den Break-even?

Monatliche Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Bestellung. Der Planer rechnet das mit deinen Werten und zeigt, wie stark die Retourenquote das Ergebnis verändert.

Muss ich mich im Verpackungsregister anmelden?

Ja. Wer verpackte Ware an private Endverbraucher abgibt, muss sich vorher im Register LUCID registrieren und seine Verpackungen an einem dualen System beteiligen, seit dem 12. August 2026 nach §§ 6 und 7 VerpackDG.

Was kostet eine Markenanmeldung?

Beim Deutschen Patent- und Markenamt kostet die elektronische Anmeldung 290 Euro für bis zu drei Klassen, jede weitere Klasse 100 Euro.

Quellen und Stand

Stand: 13.10.2026

Die Werkzeuge liefern Orientierung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.

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